Kirchengemeinde Brackenheim

Osterlicht in der Jakobuskirche Brackenheim

Online-Andacht (Video) mit Entzünden des Osterlichts hier auf der Startseite ab Ostersonntag 6:00 Uhr

 

Passion und Ostern

Vollbracht

So sehen Sieger aus: Das schmale Gesicht entspannt, die Haare gekämmt, der Bart leicht in Wellen gelegt und so gepflegt, dass man nähertreten möchte, um den Duft eines Parfüms einzusaugen.

So hat ein Steinmetz des 15. Jahrhunderts das Gesicht der Christusfigur in der Heilig-Grab-Nische der Jakobuskirche in Brackenheim gestaltet. Auf einem Steinsarkophag liegt die fast lebensgroße Skulptur ausgestreckt. Ein Lendentuch verhüllt nur knapp die Blöße des Gekreuzigten. Seitenwunde und Nägelmale an Händen und Füßen sind tief eingegraben. Unübersehbar, blutig rot ausgemalt. Man möchte, wie der skeptische Jünger Thomas die Finger hineinlegen (Johannes 20,25ff.).

 

Hier liegt der tote Christus, wie ihn Josef von Arimathäa vom Kreuz geholt hat. Der Evangelist Johannes stellt ihm den Pharisäer Nikodemus, einen „Obersten der Juden“ (Johannes 3,1; 19,39), zur Seite. Die beiden tragen den Toten gemeinsam zu Grabe. Und darum erscheinen sie auch im Fresko auf der Rückwand der Grabnische hinter der Christusfigur: Nikodemus mit dem Salbgefäß am Kopfende, Josef mit einem Leinentuch am Fußende.

In der biblischen Erzählung sind sie nur zu zweit. Die Grabnische will den Betrachter, die Betrachterin zur Andacht reizen und in das Geschehen verwickeln. Darum erzählt sie mehr.

Beim Toten hat sich eine kleine Gruppe der Treuesten eingefunden: Zuvorderst Maria, die Mutter. Sie wird begleitet vom Jünger, den Jesus liebte. Er hält und stützt sie. Denn vom Kreuz herab hat Jesus die beiden einander ans Herz gelegt: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!“ Und zum Freund: „Siehe, das ist deine Mutter!“ (Johannes 19,26f.).

Die Mariendarstellung ist stark zerstört. Aber der Restaurator wird die Mutter Jesu nicht ohne Grund mit gefalteten Händen andächtig betend dargestellt haben. Sicher folgt er den Spuren der alten Bemalung.

Die Mutter betet, ja, sie betet an, denn: „Es ist vollbracht!“ Dies ist im Johannesevangelium das letzte Wort Jesu am Kreuz (Johannes 19,30). Für Johannes ist das Kreuz nicht Ort der tiefsten Erniedrigung, sondern Ort der Erhöhung. Der ans Kreuz Erhöhte hat die scheinbare Niederlage durch seine Hingabe in den größten Sieg der Liebe und des Lebens verwandelt.

Nehmen wir noch einmal das Haupt der Christusskulptur in den Blick: Das glatte Gesicht, die Lippen, die nach dem letzten Wort „vollbracht!“ nun schweigen,  die sanft geschlossenen Augenlider. Dazu trägt dieser Christus eine grüne Kordel um die Stirn geschlungen. Sie erinnert eher an den Kopfschmuck eines Siegers. Es ist jedenfalls keine garstige Dornenkrone.

Über dem Haupt steht in den Stein gemeißelt: „inri“ – Jesus von Nazaret, König der Juden. Mit diesen Worten wollte Pilatus die Juden verspotten, nicht Jesus, den er lieber freigelassen hätte (Johannes 19,12ff.). Aber wider Erwarten ist das spöttische Wort zum wahren Hoheitstitel dessen geworden, der da am Kreuz hängt und im Grab liegt: ein siegreicher König über den Tod.

Das Lamm mit der Siegesfahne im gotischen Bogen über der Grabnische verkündigt das.

Und wir? Wir sollen uns einreihen unter die, die anbeten: die Mutter und der geliebte Jünger, die beiden anderen Marien, die sich zu den Akteuren im Fresko gesellt haben – hinter dem Aufgebahrten. Unser Platz ist diesseits vor der Nische, so dass wir den Christus zusammen mit den Seinen umrunden.

 

Lasst uns anbeten den, der Gewalt erlitten und sein Leben hingegeben hat an die Liebe … ohne auszuweichen, konsequent gewaltfrei. Lasst uns anbeten den, der auf solche Weise Gewalt und Tod überwunden hat. „Es ist vollbracht!“

 

Dekanin Dr. Brigitte Müller

Coronavirus: Hilfe für Risikkogruppen!

 

Benötigen Sie Hilfe für den Einkauf oder benötigt der Hund Auslauf? Gerne helfen wir auch mit einem seelsorgerischen Gespräch.

 

Gerne dürfen Sie uns anrufen, wir helfen Ihnen weiter.

Tel.: 07135  15242

Unterstützungsangebot für Familien (in Not) während der Corona-Krise
Wenn

·           Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, weil Sie und Ihre Kinder nicht mehr rausdürfen;

·           Ihnen die Ideen ausgehen, wie Sie sich und Ihre Kinder Zuhause beschäftigen oder aufkommender Langeweile und drohendem Streit begegnen können;

·           Sie und/oder Ihre Kinder zunehmend gereizt und so langsam sehr verzweifelt oder wütend werden,

dann sind wir für Sie da:
Schreiben Sie eine E-Mail an Renate.sterkel@djhn.de
Frau Sterkel, Kindergartenfachberatung in der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn gGmbH, wird sich dann bei Ihnen melden. Wenn Sie ein persönliches Gespräch wünschen, geben Sie in Ihrem E-Mail bitte auch eine Telefonnummer an, unter der Sie zu erreichen sind.

Umgang mit Gefühlen und Beziehungen in der Corona-Krise

Die Psychologische Beratungsstelle der Landeskirche lädt  zu „Psychologie für Zuhause“ ein:

Hierbei handelt es sich um kurze Videobeiträge zu Themen, von denen wir denken, dass viele Menschen (wir auch) davon betroffen sind. Es geht um Gefühle und Beziehungen und den Umgang damit. Wir hoffen, dass diese Beiträge für viele Menschen in diesen schwierigen Zeiten hilfreich sind.

Dabei möchten wir gerne auch Menschen erreichen, die sich bisher noch nicht mit Psychologie beschäftigt haben. 

Um keine der Folgen zu verpassen, kann unser Kanal gerne unter abonniert werden.

//www.youtube.com/channel/UCnnFZ0OotnKC-DWHTPu7XXg

 

Landesstelle der Psychologischen Beratungsstellen

in der Evang. Landeskirche in Württemberg

Jakobus Stadtkirche
Jakobus Stadtkirche

 

Herzlich willkommen bei uns!

 

Auf diesen Seiten gibt es Wissenswertes über die Kirchengemeinde Brackenheim, nützliche Informationen, Adressen, Angebote und nebenbei ganz schön viel zu entdecken...

 

 

Dekanin Dr. Brigitte Müller
Dekanin Dr. Brigitte Müller
Pfarrerin Ingetraud Niethammer
Pfarrerin Ingetraud Niethammer
Pfarrerin Rosemarie Köger-Stäbler
Pfarrerin Rosemarie Köger-Stäbler
KGR-Vorsitzender Lars Friedmann
KGR-Vorsitzender Lars Friedmann